Häsch en Vogel (vorem Huus) ?

Die am 14. Mai 2018, vom NaturNetz Pfannenstil organisierte und durch unser Vorstandsmitglied Eric Christen geführte Exkursion führte uns ins nahe Siedlungsgebiet des Schübelweihers. Das Schwergewicht lag beim Thema Siedlungsvögel.

Da doch trotz unsicherem Wetter eine ansprechende Zahl von Teilnehmern aufmarschierten wurde die Gruppe  zwecks Uebersicht und Verständlichkeit aufgeteilt. Die andere Hälfte der Teilnehmer wurde durch Dieter Koenig, ebenfalls Vorstandsmitglied des NVVK geführt.

Im Anhang finden Sie den Erlebnisbericht von Urs Weisskopf, Korrespodent des Küsnachters, Nr. 21,  vom 24. Mai 2018.

Der Bartgeier

Vor unserer Generalversammlung am 07.02.2018 hat unser Vorstandsmitglied, Simon Meier, einen eindrücklichen Vortrag über den grössten einheimischen Vogel, den Bartgeier, gehalten.

Eine ausführliche Zusammenfassung dieses Referats wurde am 15. Februar 2018 im Küsnachter veröffentlicht.
Hier zum Bericht.

Wenn Sie noch mehr über den imposanten Vogel erfahren möchten, empehlen wir Ihnen
die Homepage der "Stiftung pro Bartgeier" anzuschauen.  www.bartgeier.ch

Graureiherbrut am Schübelweiher, Standaktion (Sonntag, 9. April 2017)

Graureiher können seit einigen Jahren sehr schön am Schübelweiher beobachtet werden. Durch das hohe Besucheraufkommen lassen sie sich aus nächster Nähe beim stoischen Warten auf einen Fisch bestaunen. Es war trotzdem eine grosse Überraschung, als sich diesen Frühling herausstellte, dass gleich zwei Graureiherpaare einen Brutversuch auf der kleinen Insel mitten im Schübelweiher unternahmen. Denn aus jüngerer Vergangenheit waren keine Graureiherbruten aus Küsnacht bekannt.

Die beiden Horste waren derart platziert, dass man vom Weg aus einen wunderbaren Blick auf das Brutgeschehen hatte. Dies führte dazu, dass die Graureiher während ihrer dreimonatigen Aufzucht der Jungen etliche Interessierte und auch einige Fotografen anlockten. Von Ende März bis Juni konnte man sehen, wie aus kleinen nur selten sichtbaren Federbällchen grosse Reiher heranwuchsen. 

Aufgrund des grossen Interesses entschloss sich der Vorstand des NVVK kurzfristig, eine Standaktion beim Schübelweiher durchzuführen. Dieter, Jürg, Klaus und Eric gaben Auskunft über die Graureiher und ermöglichten Interessierten mit Fernrohren schöne Blicke auf den Horst und die Reiher. Einmal schaute sogar einer der kleinen Reiher über den Horstrand.
Zudem konnte eine durchziehende männliche Rohrweihe festgestellt werden.

 

 Zwei adulte Graureiher beim Horstbau. © E. Christen

Zwei adulte Graureiher beim Horstbau. © E. Christen

 Zwei junge (aber bereits tüchtig gewachsene) und ein adulter Graureiher bei der Futterübergabe. © E. Christen

Zwei junge (aber bereits tüchtig gewachsene) und ein adulter Graureiher bei der Futterübergabe. © E. Christen

Waldkauz-Nistkastenreinigung

Das Schlafzimmer der Waldkäuze muss auch mal gereinigt werden

Kontrolle und Reinigung der Waldkauz-Nistkästen im Küsnachter Wald (4. Dezember 2015)

(Helfer Christoph Otter, Simon Meier, Dieter Koenig, Klaus Kühnlein)

Der Waldkauz (Strix aluco) ist in unseren Breitengraden nicht selten anzutreffen.

In kalten Februarnächten hallen seine lauten Rufe aus den Wäldern. Sie tönen schauerlich und stammen von balzenden Waldkäuzen, die einen Paarungspartner suchen. Der Waldkauz ist ein typischer Nachtvogel. Wenn es dunkel ist, macht er sich auf die Jagd nach Mäusen, Singvögeln und grösseren Insekten. Die unverdaulichen Stoffe das Gewölle würgt er nach dem Fressen wieder aus.

Das Gewölle (auch Speiballen genannt) kann man zerlegen und findet die Knochen von Wirbeltieren (z.B. Maus- und Vogelskelett).

Der Waldkauz ist sehr ortstreu. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen und halten sich so lange wie möglich im gleichen Revier auf.

Im Februar findet die Paarung statt, anfangs März erfolgt die Eiablage. Das Weibchen betreut die Brut alleine und wird dabei wie später die Jungen vom Männchen gefüttert. Im Alter von 3 Wochen springen die immer noch flugunfähigen Jungen aus der Bruthöhle.

Einige fallen zu Boden und werden für Füchse und Marder leichte Beute, andere sitzen als unbeholfene Ästlinge in den Zweigen rund ums Nest. Der Baummarder ist daher auch der natürliche Hauptfeind des Waldkauzes.

Am Freitagnachmittag, 4. Dezember 2015, schafften wir es endlich wieder einmal die Waldkauz-Nistkästen im Küsnachterwald zu warten. Die Wetterbedingungen waren ideal: bewölkt, einige Regentropfen, doch ein trockener Boden.

Christoph Otter, Forstwart, fuhr uns mit dem Land Rover und Anhänger, bestückt mit der Hochleiter, zu den einzelnen Nistkästen. Die beiden Mithelfer Simon Meier und Dieter Koenig suchten schon im Voraus die Standorte der Nistkästen.

Nun musste die Hochleiter sicher am Baumstamm platziert werden, damit Christoph in luftiger Höhe den Nistkasten erreichen konnte, bis teilweise über 5 Meter.

Simon und Dieter sicherten die Leiter am Fussende. Die Nistkästen wurden gesäubert und mit neuen Holzspänen eingestreut. Das viele alte Nistmaterial (Tannen- Chries, Zweige) stammt vor allem von Eichhörnchen, Siebenschläfern und Vögeln, das meistens nach der Aufzucht der Jungen eingebracht wird.

Gewöllreste mit den Knöchelchen von Mäusen, Eierschalen, Federn usw. ergaben den Brutnachweis der Käuze.

Wir kontrollierten 6 Nistkästen, die alle Bruten aufwiesen. Letzte Kontrolle war im Jahr 2011. Im Kasten Nr.1 fanden wir ein totes Eichhörnchen.

Im Kasten Nr. 4 erschreckten uns 2 Waldkäuze, die lautlos aus dem Kasten flogen. Dieser Kasten wird wohl ihr Winterquartier sein.

Die Nistkästen wurden im Jahr 2009 von jungen Leuten in der Weiterbildungs-und Berufswahlschule Küsnacht unter Anleitung von Christian Jucker hergestellt und im Küsnachter-Wald aufgehängt. Siehe Bericht im „Küsnachter“ Ausgabe vom 5. Februar 2009, 25. Jahrgang.

Segler und Schwalben in Küsnacht

Der NVVK erfasst auch laufend die Mehlschwalbenkolonien, Rauchschwalben-und Mauerseglervorkommen in der Gemeinde Küsnacht.
Seit 2010 besteht ein Gemeindeinventar der Segler und Schwalben mit eingetragenen Brutstandorten (Eine Jahresaktion 100xZüriNatur des ZVS/BirdLiIfe Zürich).
2013/2014 machte der NVVK an der Mehlschwalbenvolkszählung mit, die auch das Gemeindegebiet Küsnacht erfasste (Aktion der Vogelwarte Sempach).
Auch in den nächsten Jahren wollen wir Brutstandorte der Segler und Schwalben in der Gemeinde kartieren.
Wir bitten Sie uns neue Brutstandorte zu melden.

Weitere Informationen/Rundschreiben betr. Segler und Schwalben von BirdLife Zürich
 

Die Wasseramsel

Singvogel unter Wasser

Die Wasseramsel ist bestens an ihren Lebensraum - langsam fliessende, sauerstoffreiche klare und saubere Gewässer mit kiesigem Untergrund, die ganzjährig Wasser führen - angepasst. Strukturen im Bachbett wie Steine oder Felsen sind als Ansitzwarte wichtig. Zudem muss eine gewisse Deckung durch die Ufervegetation gegeben sein.
Sie hat ein wasserdichtes, warmes Gefieder, das vor Unterkühlung schützt. Wie die meisten Vögel fettet auch die Wasseramsel ihre Federn mit Fett aus der Bürzeldrüse ein, die jedoch bis zu zehnmal grösser ist als bei anderen Singvögeln gleicher Körpergrösse. Das Federkleid ist gut vor eindringendem Wasser geschützt, so dass bei auftauchenden Wasseramseln Tropfen wie Perlen auf dem Gefieder glänzen. Unter den Konturfedern tragen die Vögel einen feinen Federpelz, der ihre Körper gut isoliert.

Um sich auch in rauschendem Wasser am Boden halten zu können, schwimmen die Vögel leicht schräg zur Strömung, mit geducktem Kopf und aufgestelltem Schwanz, sodass sie die Kraft der Strömung nutzen und leicht hinabgedrückt werden. Hierbei hilft auch, dass ihre Knochen im Gegensatz zu deren anderer Singvögel weniger Luft enthalten.

Mit kräftigen Beinen und Zehen können die Vögel am Bachgrund laufen und sich festhalten, während sie als einziger Singvogel Europas ihre Nahrung am Gewässergrund suchen. Als Beute sucht sie im Wasser Kleintiere wie Würmer, Gliederfüssler, Weichtiere, kleine Fische und Amphibien. Häufig kommen auch Larven und Nymphen von Köcher-, Eintags und Steinfliegen, Bachflohkrebse, Wasserkäfer, kleine Schnecken und Strudelwürmer in Frage. Wasseramseln können auch gut klettern. Die kurzen gerundeten Flügel benutzt die Wasseramsel bei der Fortbewegung unter Wasser wie Ruder. Seine kurzen Tauchgänge startet der Vogel oft von Steinen inmitten der Strömung aus.

Beim Fliegen sind die Flügel aufgrund ihrer Form ebenso wie der kurze Schwanz für wendige Manöver nicht geeignet.

Die Augen der kleinen Vögel sind so ausgebildet, dass sie über Wasser ebenso gut sehen können wie darunter, sofern das Wasser ungetrübt ist. Tauchen Wasseramseln, verschliessen sie über einen Reflex die Nasenlöcher und Ohren.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht. Selbst der zwitschernde langsame Gesang ist hier keine Hilfe, denn er wird von beiden Geschlechtern nahezu das ganze Jahr vorgetragen. Wasseramseln rufen kurz "ziitt" wenn sie dicht über die Wasseroberfläche fliegen. Der Gesang wird vom Rauschen den Wassers oft übertönt. Daher bedienen sich die Wasseramseln auch optischer Signale, allen voran das "Knicksen" genannte Schwanzwippen. Möglicherweise spielen auch die weissen Lidränder als optisches Signal eine Rolle.