Wasservogelexkursion bei Pfäffikon SZ, 08.02.2015

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Freienbach, um diverse Wasservögel zu beobachten. Aufgrund der Ferien und des schlechten Wetters (kalt, zu Beginn noch dichter Schneefall) fanden sich nur wenige Leute an unserem Startpunkt in Freienbach ein. So war es dafür möglich, auf die jeweiligen Interessen besser einzugehen.

Im Strandbad bei Freienbach entdeckten wir die erste Seltenheit: Neben einigen Mittelmeermöwen konnten wir eine adulte Silbermöwe beobachten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies das gleiche Individuum ist, das seit mindestens zwei Jahren an dieser Stelle überwintert. Silbermöwen brüten in Nordeuropa am Meer und sind nur selten, hauptsächlich im Winter, in der Schweiz zu sehen. Ebenfalls wunderschön liessen sich einige Schellenten in Ufernähe beobachten; diese stammen ebenfalls aus Nord- und Osteuropa und tauchen auf ihren ca. 3000 (!) Tauchgängen pro Tag vor allem nach Köcherfliegenlarven.

Der artenreichste Abschnitt war der Hafen bei Pfäffikon. Dort konnten wir etliche Entenarten sehen (darunter die spärliche Berg- und Moorente). Zudem gelang uns die Beobachtung des seltenen Zwergsägers dank der freundlichen Unterstützung eines jungen Beobachters, der ebenfalls hier am Beobachten war. Der Zwergsäger ist der seltenste Säger in der Schweiz und wird pro Winter nur an einigen wenigen Stellen entdeckt. Dort bleibt er aber meistens für eine längere Zeit. Er brütet nicht in der Schweiz, sondern erst in der Taigazone.

Spontan entschieden wir uns von Pfäffikon noch bis Rapperswil zu wandern. Belohnt wurden wir mit der Beobachtung eines Raubwürgers im Frauenwinkel, von Eiderenten beim Holzsteg und der dritten Sägerart, dem Mittelsäger.

Bei der nächsten Wasservogelexkursion hoffen wir auf eine ähnlich gute Artenausbeute, aber besseres Wetter mit mehr Teilnehmern!

Eine der drei Sägerarten, die wir alle auf der Exkursion beobachten konnten: Der Gänsesäger. Aufgenommen wurde das Bild aber nicht auf der Exkursion – so viel Sonne hatten wir nie J

 

Bericht und Foto: Eric Christen.