„O-Schreck!“, Heuschrecken

Das “Vorprogramm” zur eigentlichen GV am Donnetrstag, 07. Februar 2019 wurde durch einen interessanten Vortrag, von Florin Rutschmann, dem Heugümperspezialisten in der Schweiz aufgelockert.

Eine kurze Zusammenfassung soll das Interesse an diesen Tierchen wecken:
In der Schweiz sind etwa 110 verschiedene Heuschreckenarten bekannt, in Europa sind es sogar ungefähr 1100. Diese werden in zwei grosse Gruppen; die Langfühlerschrecken und Kurzfühlerschrecken unterteilt, die sich in verschiedenen Merkmalen stark unterscheiden. Beispielsweise singen die Kurzfühler-schrecken mit den Hinterbeinen, die Langfühlerschrecken hingegen mit den Flügeln und auch das Hörorgan ist sehr unterschiedlich. Es befindet sich bei den Langfühlerschrecken am Vorderbein, bei den Kurzfühlerschrecken seitlich am Hinterleib. Wie bei den Vögeln hat jede Art ihren eigenen Gesang und kann daran im Feld erkannt werden. Einige singen aber nur sehr leise oder auch im Ultraschall-bereich, so dass nicht alle für uns Menschen gleich gut hörbar sind. Mit einem einfach Fledermaus-Detektor können diese Sänger aber problemlos hörbar gemacht werden. Wir erfahren auch, dass die kleinsten Heu-schrecken gerade mal 4 mm gross sind und die grössten mit etwa 20 cm Länge überhaupt zu den grössten Insekten Europas gehören.

Wer gerne mehr über Schrecken erfahren will, erfährt mit diem Link mehr:
http://www.orthoptera.ch/info-app-wiki/orthoptera-app

Laubholz-Säbelschrecke

Laubholz-Säbelschrecke

Gewöhnliche Gebirgsschrecke

Gewöhnliche Gebirgsschrecke

Wasservögel Exkursion Obersee, (Samstag, 12. Januar 2019)

Exkursion, 12. Januar 2019, Jona, Stampf nach Rapperswil 

Gegen 10 Uhr begrüsste Dieter Koenig bei den Sportanlagen Grünfeld fünf Gäste, nebst ihm waren noch drei weitere Vorstandsmitglieder anwesend. Das Wetter zeigte sich von seiner angenehmen Seite, mit guter Sicht, bei wolkenverhangenem Himmel und teilweise schneebedeckten Wegen.

Schon auf dem Weg hinunter zur Bucht waren ein Turmfalke und eine Blaumeise zu sehen. Kurz vor der Stampf stiessen vorübergehend noch zwei weitere Gäste aus Küsnacht zur Gruppe.

Rund um die Stampf (Hafeneinfahrt, Kiesinseln, Strandbad) beobachteten wir: Rotmilan, Rotkehlchen, Bergpieper, Schnatter-, Stock-, Kolben-, Reiher-, Krick-, Löffel-, Schell-, Pfeif-, Tafelenten, , Höckerschwäne, Kormorane, Gänsesäger, Bläss-, Teichhühner, Haubentaucher, Lach- und Mittelmeermöwen, Rabenkrähen, Rohrammer, Zwergtaucher, überfliegende Grosse Brachvögel (die auch zahlreich auf der Wiese beim Bauernhof «weideten») und das Highlight des Tages: ein Ohrentaucher.

Gänsesäger

Gänsesäger

Schellenten

Unterwegs Richtung Rapperswil waren noch Elstern, Haussperlinge, eine Türkentaube sowie überfliegende Rostgänse zu vermelden.

Bei der Hochschule zeigte sich noch einmal ein ganzer Trupp Gänsesäger nebst vielen anderen Wasservögeln sowie ein kreisender Rotmilan. Im Bootshafen beim Holzsteg war als abschliessende Attraktion noch das dort ansässige weiss gesprenkelte Blässhuhn (Albino) zu entdecken. Eine äusserst gelungene Exkursion nahm so ihren Abschluss, und die zufriedenen Teilnehmenden machten sich wieder auf den Heimweg.

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Jahresbericht 2018

Jahresbericht des Natur- und Vogelschutzvereins Küsnacht (NVVK) für das Vereinsjahr 2018

79. Generalversammlung des NVVK am 07.02.2018 im reformierten Kirchgemeindehaus

Unser Vorstandsmitglied Simon Meier brachte uns mit seinem spannenden Vortrag über den -Bartgeier und seine Rückeroberung der Alpen- fast selbst zum Fliegen.

Anwesend waren 16 Personen. Nach dem Vortrag und als Unterbruch zur folgenden Generalversammlung offerierte der NVVK einen stärkenden Apero.

Die anstehenden Traktanden wurden gem. Einladung abgearbeitet. Selbst die Mitgliederbeitragserhöhung von CHF 30.-- auf CHF 40.-- wurde dank der fundierten Begründung (wegen der Beitragserhöhung an BirdLife Schweiz) des Präsidenten ohne lange Diskussionen angenommen.
Im Verlaufe des Vereinsjahres 2017 äusserte der Nachbarverein Natur- und Vogelschutzverein Erlenbach/Herrliberg (NVVEH) den Wunsch für eine allfällige Fusion mit dem NVVK. Von unseren anwesenden Mitgliedern wurde deshalb das Einverständnis für entsprechende Verhandlungen eingeholt, mit dem Ziel der Generalversammlung von 2019 einen Fusionsvertrag vorzulegen. Die anwesenden Vertreter des NVVEH nahmen mit Befriedigung Kenntnis von der Zustimmung unserer GV.
Auf die Suche nach Nachfolgern des Ehepaars Lüthi für die Amphibienbetreuung wurde ebenfalls hingewiesen.
Mit Dank wurde Andi Fischer als Revisor verabschiedet. Seine Nachfolge als Revisor wird immer noch gesucht.

Weitere Aktivitäten und Ereignisse während des Vereinsjahres:

(Die mit * gekennzeichneten Anlässe sind auf unserer Homepage (nvvk.birdlife.ch) mit ausführlichen Berichten dokumentiert.)

Sonntag, 21.01.2018, Wasservogelexkursion in Rapperswil*
Trotz arg garstigem Wetter fand sich eine kleine Gruppe von Unentwegten ein, um an der von unserem Vorstandsmitglied Eric Christen geführten Exkursion teilzunehmen.

Donnerstag, 15.03.2018, geplatzte Fusion
Die Verhandlungen zur vorgesehenen Fusion mit dem NVVEH wurden wegen Uneinigkeit in deren Vorstand plötzlich abgebrochen. Unzählige Stunden der Auseinandersetzung und Einarbeitung in eine Fusion unsererseits (Einlesen in die Thematik Fusion, Gespräche mit befreundeten Juristen, Vereinen die bereits fusioniert haben, auch unter Mithilfe von BirdLife Zürich) waren für nichts.

Samstag, 17.03.2018, Aktionstag Naturnetz Pfannenstil
Am Aktionstag des Naturnetzes Pfannenstil und den regionalen Naturschutzvereinen werteten rund 22 einsatzfreudige Freiwillige ein Waldstück und einen Trockenhang in Bühlholz Egg auf. Auch Mitglieder des NVVK waren mit fleissigen Händen mit dabei.

Dienstag, 20.03.2018, GV Vereinskartell Küsnacht (VKK), Präsidentenkonferenz
Nebst der GV bot sich eine gute Gelegenheit in lockerem Rahmen die Präsidenten der verschiedenen Vereine von Küsnacht, die im Vereinskartell mitmachen, kennenzulernen.

Sonntag, 06.05.2018, Mini-Safari durchs Küsnachter Horn*
Die von BirdLife Schweiz lancierte Aktion «Stunde der Gartenvögel» ruft die Bevölkerung dazu auf, eine Stunde lang die Vögel im Garten oder in einem Park zu zählen und zu melden. Wir haben nicht nur gezählt, sondern den Anwesenden die gefiederten Freunde näher gebracht. Um das Programm zu bereichern, konnten wir durch das Naturnetz Pfannenstil (NNP) zur Verfügung gestellte einheimische Stauden an Interessierte abgegeben.

Montag, 14.05.2018, Häsch en Vogel (vorem Huus)?*
Die vom NNP organisierte und durch zwei unserer Vorstandsmitglieder geführte Exkursion widmete sich dem Thema Siedlungsvögel und fand im Raum Tägernhalde / Schübelweiher statt.

Samstag, 02.06.2018, Schwalben-Hotspot Küsnacht*
Auf dem Küsnachter Berg, Nähe Forchdekmal und Kaltenstein, hat uns Klaus Kühnlein, Vorstandsmitglied, vor allem die Mehlschwalben nähergebracht. Dank dem grosszügigen Entgegenkommen und Verständnis verschiedener Hausbesitzer können diese Luftakrobaten ihren Nachwuchs in den angebrachten Nisthilfen grossziehen.

Sonntag, 08.07.2018, Grenzerfahrung*
„Erlebnis, bei dem Körper und Psyche extremen Belastungen ausgesetzt sind, bei dem jemand seine psychischen und physischen Grenzen erfährt“. Ganz so weit gingen wir nicht. Mit dem Verschönerungsverein Künsacht wurde ein Teil der Küsnachter Grenze begangen. Der NVVK hat die Wanderung mit Begebenheiten aus der Vogelwelt bereichert.

Mittwoch, 29.08.2018, Tiere der Nacht*
Trotz schlechter Wetterprognose und dann auch kräftigem Gewitter fand sich eine Schar Unerschütterlicher ein, um am Nachtleben der verschiedensten Tiere teil zu haben. Mit Schallmessgerät, Scheinwerfer und Nachtsichtgerät wurde uns durch Simon Meier, Vorstandsmitglied, veranschaulicht, was uns normalerweise verborgen bleibt.

Freitag und Samstag, 14.09. – 15.09.2018, Waldtag
An diesen beiden Tagen fanden in Küsnacht interessante Waldtage statt. Der Waldverband Küsnacht-Erlenbach gestaltete mit einer Vielzahl von Waldnutzern (Vereinen, Organisationen) ein spannendes Programm. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf die Pfadiwiese an der Limbergstrasse. Der Waldverband war bestrebt, das Interesse für den Lebensraum Wald bei Jung und Alt zu wecken.
Der Freitag war den Primarschulen von Erlenbach und Küsnacht vorbehalten.
Der Samstag bot für die ganze Familie viel Wissenswertes um das Thema Wald: die Waldbewirtschaftung, Natur- und Vogelschutz, Tiere des Waldes, Jagd, Suche eines verletzten Wildtieres, Pferde und Hunde im Wald, Waldboden und Pilze, Erholungsraum Wald. Der NVVK war mit zwei Ständen vertreten: Das Thema Vögel und die immer ernster zu nehmende Problematik Neophyten wurden beleuchtet. Diese beiden Tage verlangten unseren Vertretern einiges ab.

Samstag, 22.09.2018, Pilzexkursion*
Unter kundiger Führung von Jonas Bränhage, Vorstandsmitglied und Pilzkontrolleur in Küsnacht, wurde auf Küsnachter Boden eine Pilzführung durchgeführt. Trotz anhaltender Trockenheit im Sommer und entgegen allen Befürchtungen, konnten dank mehreren Regentagen vor der Exkursion, etliche Waldbodenfrüchte gezeigt werden.

Donnerstag, 27.09.2018, Sitzung der Regionalgruppenleiter in Meilen
Michiel Hartmann führt durch die Sitzung. Vertreter vom ZVS/BirdLife Zürich und vom Naturnetz Pfannenstil bringen uns auf den neusten Stand der vergangenen und anstehenden Projekte.

Samstag, 03.11.2018, Delegiertenversammlung und GV des ZVS / BirdLife Zürich (BLZ) in Hettlingen
Über hundert Delegierte (Klaus Kühnlein war unser Vertreter) aus dem ganzen Kanton haben sich in Hettlingen zur jährlichen Delegiertenversammlung getroffen, die 90. des Kantonalverbandes. Am Morgen ging es um das Schwerpunktthema des nächsten Jahres: Hecken. Fachpersonen beleuchteten verschiedene Aspekte dieses beinahe verschwundenen Lebensraums. Bei einem der Fachvorträge wurde die Haselmaus ins Zentrum gerückt. Am Nachmittag, an der GV waren die Änderungen der Verbandsstatuten das zentrale Thema sowie Neuwahlen im Vorstand.

Nistgelegenheiten:
Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauersegler
Die entsprechenden Nistplätze werden jährlich durch Klaus Kühnlein kontrolliert.
In unregelmässigen Abständen werden auch die Waldkauz- und Schleiereulenkästen sowie die Turmfalkenkästen kontrolliert.
Fledermausschutz
In Küsnacht und in den Nachbargemeinden wurden die vorhandenen Fledermaus-quartiere kontrolliert (ca. 15 Quartiere). Die Zwergfledermaus kommt am häufigsten vor. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf das laufende Projekt von BirdLife Zürich hinweisen. Nicht die Vögel – ihre Vielfalt ist in Gefahr «Vögel im Aufwind» ist die laufende vierjährige Kampagne von BirdLife Zürich. Sie gliedert sich in 5 Schwerpunkte. Ziel ist es, die Biodiversität im Kanton Zürich und in jeder Zürcher Gemeinde, namentlich die Zahl der Brut- und Gastvogelarten zu erhalten oder zu erhöhen. Wir haben uns für das Schwerpunktthema Gebäudebrüter entschieden. Klaus Kühnlein hat die Leitung für dieses spannende Projekt. In diesem Zusammenhang hat er der Gemeinde Küsnacht, Bausekretariat, die entsprechenden bekannten Nistgelegenheiten gemeldet. So kann die Gemeinde z.B. bei Umbauten, wo solche Nistgelegenheiten tangiert würden, aktiv werden, d.h. nötige Massnahmen einleiten, so dass nicht gegen das Gesetz über Jagd und Vogelschutz verstossen wird.

Seevogelzählung, Vogelwarte Sempach
Die alljährliche Wasservogelzählung wurde im Januar und November im Abschnitt Erlenbach bis zum Küsnachter Horn durch Klaus Kühnlein und vom Küsnachter Horn bis Tiefenbrunnen durch Eric Christen durchgeführt. Überrascht hat im Gebiet Tiefenbrunnen eine Moorente.

Amphibien / Betreuung*
Auf unseren Aufruf nach einer Nachfolge des Ehepaars Lüthi, den Amphibienbetreuern von Küsnacht, erfolgte leider keine Reaktion. Auch das Anklopfen bei Nachbarvereinen am Pfannenstiel führte zu keinem Ergebnis. Durch die Kontaktaufnahme mit BirdLife Zürich erfolgte eine Klärung der Situation durch eine kantonale Stelle. Grundsätzlich ist der Kanton in der Pflicht für den Schutz der Amphibien besorgt zu sein. Die Schwierigkeit in unserer Gemeinde besteht unter anderem auch darin, dass sich die beiden zu betreuenden Gebiete auf Kantons- und Gemeindegebiet befinden, und dadurch auch unterschiedliche Ämter/Behörden involviert sind. Eine erste Sitzung mit der Energie- und Naturschutzkommission in Küsnacht zur Lösungsfindung hat stattgefunden.
Auf unserer Homepage wurde auch eine Rubrik Amphibien eingerichtet. Wir würden es ausserordentlich schätzen, könnte der NVVK aus seiner Reihe jemanden als Ersatz stellen, so dass die Amphibienbetreuung nach wie vor im Milizsystem gewährleistet wäre.

Postversand vs. E-Mail Versand
Dem Aufruf, Ressourcen zu sparen, d.h. unsere Vereinsinformationen nicht mehr physisch mit Postversand, sondern per E-Mail zu erhalten, ist auf sehr fruchtbaren Boden (45% der Mitglieder) gefallen. Wir nehmen noch immer gerne Ihr kurzes Mail betr. „modernen“ Versands an.
Herzlichen Dank an alle, die der Umstellung zugestimmt haben.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch betonen, dass Ihre E-Mail Adresse durch uns nicht an Dritte weiter gegeben wird.

Vorstand des NVVK
Der Vorstand trat an drei Abenden zu mehrstündigen und angeregten Sitzungen zusammen. In diesem Zusammenhang gebührt meinen Vorstandmitgliedern ein herzliches Danke-schön für ihr aktives Mitwirken in unserem Verein.

Kollekte
Die Kollekte an der GV (CHF 70.00) zu Gunsten des geplanten Naturschutzzentrums am Greifensee, wurde durch die Generalversammlung grosszügig auf CHF 1001.00 gerundet.

Spenden
Nicht zu vergessen ist auch der Dank an alle Gönner und Spender, insbesondere an die Gemeinde Küsnacht mit ihrem grosszügigen Beitrag von CHF 1‘000.--

Für den Vorstand des NVVK im Dezember 2018, Dieter Koenig, Präsident NVVK

Neobiota

Was ist das?

Gesamtheit gebietsfremder Organismen

  • Neophyten: gebietsfremde Pflanzen

  • Neozoen: gebietsfremde Tiere

Das Aufkommen von gebietsfremden und teilweise invasiven Organismen ist nicht zu unterschätzen. Die angestammte / einheimische Tier-und Pflanzenwelt wird teilweise massiv bedroht. Dem ist entschieden entgegen zu halten.

Die Gemeinde Küsnacht, Energie- und Naturschutzkommission, hat im Laufe des Jahres 2018
im “Küsnachter” zehn verschiedene Neophyten vorgestellt. Diese informativen Artikel sind auch auf der Homepage der Gemeinde Künacht zu finden. Hier der entsprechende Link dazu.


Auch der Kanton Zürich, Baudirektion, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft
stellt betreffend Neobiota umfassende Informationen zur Verfügung.
Informieren Sie sich hier über die unterwünschten Eindringlinge / Schädlinge in der Natur.

Pilzexkursion, (Samstag, 22. September 2018)

Am Samstag, 22. September 2018, konnte der NVVK unter kundiger Führung von Jonas Bränhage, Pilzkontrolleur in Küsnacht, auf Künachter Boden eine Pilzführung durchführen.

Ein kleiner Bericht:
Pilzexkursion im Küsnachter Tobel 2018
Am 22. September bot der NVVK eine Pilzexkursion im Küsnachter Tobel an. Geleitet wurde diese vom Pilzkontrolleur und NVVK-Vorstandsmitglied Jonas Brännhage. Startpunkt der Exkursion war die Bushaltestelle Itschnach Fallacher. Von dort lief die überraschend grosse Gruppe in gemütlichem Schritt durch das Tobel in Richtung Ortsmuseum Küsnacht.

Da der Sommer 2018 lange extrem trocken verlief, war bis ca. 2 Wochen vor der Exkursion unklar, ob überhaupt eine ansehnliche Menge an Pilzen gefunden werden kann. Glücklicherweise liessen Regenfälle im September die Pilze nur so aus dem Boden spriessen, sodass auch an der Exkursion im Tobel ein sehr reichhaltiges Angebot an verschiedenen Pilzarten bestand.

Den Teilnehmern konnten mehrere Giftpilze wie der Satans-Röhrling oder auch der Grüne Knollenblätterpilz gezeigt werden. Von letzterem reicht bereits ein ausgewachsenes Exemplar aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten.
 
Erfreulicherweise wurde auch einiges an Speisepilzen gefunden, sodass die meisten Hobby Pilzer ein paar Arten als „Probiererli“ mit nach Hause nehmen konnten.

Jonas Bränhage

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Waldtage Küsnacht, Freitag und Samstag, 14.09. – 15.09.2018

An diesen beiden Tagen fanden in Küsnacht interessante Waldtage statt. Der Waldverband Küsnacht-Erlenbach gestaltete mit einer Vielzahl von Waldnutzern (Vereinen, Organisationen) ein spannendes Programm. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf die Pfadiwiese an der Limbergstrasse. Der Waldverband war bestrebt, das Interesse für den Lebensraum Wald bei Jung und Alt zu wecken.

Der Freitag war den Primarschulen von Erlenbach und Küsnacht vorbehalten.

Der Samstag bot für die ganze Familie viel Wissenswertes um das Thema Wald: die Waldbewirtschaftung, Natur- und Vogelschutz, Tiere des Waldes, Jagd, Suche eines verletzten Wildtieres, Pferde und Hunde im Wald, Waldboden und Pilze, Erholungsraum Wald.

Dem “Küsnachter” war dieser Anlass eine ganze Seite wert.
Lesen Sie hier diesen Artikel vom 27.09.2018, Seite 5

Der NVVK war mit zwei Ständen vertreten: Das Thema Vögel und die immer ernster zu nehmende Problematik Neophyten wurden beleuchtet. Diese beiden Tage verlangten unseren Vertretern (engagierte, ehemalige und aktuelle Vorstandsmitglieder) an diesen heissen Tagen einiges ab. Die beiden NVVK Stände wurden sehr gut besucht und was vor allem Freut, die vielen Schüler waren wissbegierig und sehr interessiert.

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Ausflug zu den Tieren der Nacht, (Mittwoch, 29. August 2018, 19:45 Uhr)

Trotz drohender schwarzer Gewitterwolken besammelte sich knapp ein Dutzend Unentwegte beim Rumensee, um den Tieren der Nacht «auf die Spur» zu kommen. Unter der kompetenten Leitung von Simon Meier, ausgewiesener Jäger und Ornithologe, versuchten die Teilnehmenden zuerst zu ergründen, weshalb bestimmte Tiere erst in der Nacht aktiv werden und mit welchen Eigenschaften sie dafür ausgerüstet sind.  

Bei einbrechender Dämmerung betraten wir den Wald, wo der Warnruf eines Rotkehlchens und ein Waldkauz zu vernehmen waren. Das Flügelpräparat einer Waldohreule liess erkennen, warum Eulen absolut lautlos fliegen. Ebenso erfuhren wir, wie einzigartig ausgerüstet Eulen ihren «Blindflug» meistern und ihre Opfer zielsicher erjagen. Anhand von mitgebrachtem Gewölle und den darin enthaltenen Skelettteilen gelang es, das erbeutete Tier zu benennen.

Über unseren Köpfen entlud sich nun die geballte Kraft des angesagten Gewitters, Regen prasselte auf das Blätterdach, so dass das eigene Wort nicht mehr zu vernehmen war. Beim Verlassen des Waldes liess der Regen schon wieder nach und im Licht des mitgeführten Scheinwerfers erblickten wir ein äsendes Reh. Im angrenzenden Maisfeld zeigte uns Simon Meier, welche Spuren ein Dachs auf Nahrungssuche hinterlässt.

Kaum hatte der Regen aufgehört, erschien auf dem freien Feld schemenhaft eine Zwergfledermaus. Ihre Echoortung für das Aufspüren ihrer Beute und Erkennen allfälliger Hindernisse, ein für menschliche Ohren unhörbares ständiges lautes Schreien, wurde mit einem Bat-Detektor in unsere Hörfrequenzen übersetzt.

Dass der Regen auch sein Gutes hat, erkannten wir am gegenüberliegenden Waldrand. Mehrere Feuersalamander nutzten die Feuchtigkeit für die Nahrungssuche. Auch einige Kröten querten unseren Weg.

In einem kleinen Tobel erzählte uns Simon Meier vor einer frisch ausgebuddelten Höhle vom Leben und den Eigenschaften des hier wohnenden Dachses.

Bei der späteren Verabschiedung zeigten sich alle Teilnehmenden sehr zufrieden und war man sich einig, dass es sich gelohnt hatte, den Kapriolen des Wetters zu trotzen.


Jürg Rambold

  

Feuersalamander

Feuersalamander

Erdkröte

Erdkröte