Nachfolge Amphibienbetreuung

Nach 20jähriger Tätigkeit als Amphibienbetreuer sucht das Ehepaar Lüthi Nachfolger.

Im Zeichen des Naturschutzes hilft der NVVK mit, dieses ehrenvolle Amt neu zu besetzen.

Den Arbeitsbeschrieb finden Sie unten aufgeführt.
Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt via unser Kontaktformular.

 

Was gibts zu tun?

Zeitraum Arbeit

Anfang Januar

Fragebogen an die jeweiligen Freiwilligen versenden

Ende Januar

Liste des Teams erstellen (Ferienabwesenheit usw.)

Anfang Februar

Schlüssel für Barrieren-Schliessung versenden.
Kontrollieren ob Naturschutzgruppe des Kantons den Zaun an der Weinmanngasse oberhalb Schübelweiher erstellt hat.
Zuständig 079 404 07 05 Herr Horber.

ca. Ende Februar

Je nach Wetterlage kontrollieren wenn Wanderung beginnt. Strassen mit Barriere sperren.
Pikett Strassendienst Küsnacht SMS 079 237 36 19 informieren.
Strassenunterhalt Küsnacht 044 913 13 50 informieren dass Wanderung beginnt und Strasse gesperrt wird.
Gemeinde Abt. Sicherheit mit Mail informieren.

während der Zeit der Wanderung

täglich 1 Team-Mitglied telefonisch aufbieten welches am Abend zum Einsatz kommt. (Kurzfristig, dass sichere Anwesenheit garantiert ist)

Ende der Wanderung

Sporadische Kontrollen nachts auf der Strasse und in den Weihern ob die Rückwanderung abgeschlossen ist.

Nach Abschluss der Wanderung

Gemeinde und Team informieren.
Team auffordern Schlüssel abzugeben.
Schlussbericht nach Vorlage erstellen.

Zeitraum der Aktion Ende Februar bis Ende März (ca. 5-6 Wochen)

Der Bartgeier

Vor unserer Generalversammlung am 07.02.2018 hat unser Vorstandsmitglied, Simon Meier, einen eindrücklichen Vortrag über den grössten einheimischen Vogel, den Bartgeier, gehalten.

Eine ausführliche Zusammenfassung dieses Referats wurde am 15. Februar 2018 im Küsnachter veröffentlicht.
Hier zum Bericht.

Wenn Sie noch mehr über den imposanten Vogel erfahren möchten, empehlen wir Ihnen
die Homepage der "Stiftung pro Bartgeier" anzuschauen.  www.bartgeier.ch

21. Januar: Wetter und Vögel - maritim

Eine kleine Gruppe trotzte an diesem Sonntag jeglichen Wettergarstigkeiten und machte sich in Rapperswil auf die Suche nach überwinternden Wasservögeln. Die liessen sich trotz Regen und unangenehmem Wind zum Teil schön beobachten. 

So kamen wir in den Genuss von schönen Schnatter-, Kolben-, Stock-, Reiher-, Schell und Tafelentenbeobachtungen. Im Gegensatz zu anderen Gebieten lassen sich die meisten von ihnen in Rapperswil aus nächster Nähe bestaunen. 

In den 80er-Jahren hat es einige Eiderenten - maritime Vögel, die kaum im Binnenland anzutreffen sind - nach Rapperswil verschlagen und 13 (ihrer Nachkommen) halten sich nach wie vor das ganze Jahr hier auf. Zwar brüten sie meist unerfolgreich, überstehen aber den Rest des Jahres problemlos. So stellte die Sichtung dieser ungewöhnlichen Art den Höhepunkt der Exkursion dar. 

(Nach dem offiziellen Teil der Exkursion kam 'der harte Kern' der Gruppe noch in den Genuss von Bartmeisen und einem Eistaucher - beides sehr seltene Arten in Rapperswil.)

 

 Damit der Eintrag nicht ganz bilderlos erscheint: Belegfoto des Eistauchers.

Damit der Eintrag nicht ganz bilderlos erscheint: Belegfoto des Eistauchers.

Jahresbericht 2017

Jahresbericht des Natur- und Vogelschutzvereins Küsnacht (NVVK)
für das Vereinsjahr 2017

78. Generalversammlung des NVVK am 09.02.2017 im reformierten Kirchgemeindehaus

Nina Lohri hat uns kurzweilig und spannend in die Geheimnisse der Schmetterlinge (Tag- und Nachtfalter) eingeführt.

Anwesend waren 30 Personen. Nach dem Vortrag offerierte der NVVK den üblichen Apero, bevor dann die Generalversammlung (GV) durchgeführt wurde.

Am meisten Zeit nahm die Statutenrevision ein. Nach diversen Anpassungen einzelner Artikel wurde es nach zehn Jahren Zeit, die Statuten der heutigen Zeit anzupassen. Der Schwerpunkt lag darin, dass die Ämter im Vorstand nicht mehr personengebunden gewählt werden (ausgenommen ist das Präsidentenamt) und sich der Vorstand selbst konstituiert. Im Anschluss daran haben der guten Ordnung halber auch gleich Wahlen stattgefunden.

Auf eine mögliche Mitgliederbeitragserhöhung wurde hingewiesen, da ab nächstem Jahr (2018) die Abgabe an den Verband BirdLife Schweiz erhöht wird.

Unsere langjährigen Vorstandsmitglieder Jakob Schneller und Werner Stettler sind aus dem Vorstand ausgetreten und wurden durch Klaus Kühnlein geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt.  

Weitere Aktivitäten und Ereignisse während des Vereinsjahres:

(Die mit * gekennzeichneten Anlässe sind auf unserer Homepage (nvvk.birdlife.ch) mit ausführlichen Berichten dokumentiert.)

Samstag, 31.01.2017, Wasservogelexkursion am Greifensee*
Die durch unser Vorstandsmitglied geführte Exkursion fand mit ansprechender Teilnehmerzahl bei kühler Witterung am Greifensee statt. Die aufkommende Bise sorgte dann für den vorzeitigen Abbruch der Exkursion.

 Dienstag, 21.03.2017, GV Vereinskartell Küsnacht (VKK), Präsidentenkonferenz
Nebst der GV ein wertvoller Gedankenaustausch der Präsidenten der verschiedenen Vereine von Küsnacht, die freiwillig im Vereinskartell zusammengefasst sind.

 Samstag, 25.03.2017, Specht-Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Ortsmuseum*
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Pfadi Wulp und der damit verbundenen Sonderausstellung im Ortsmuseum Küsnacht führte der NVVK an diesem Samstag eine Specht-Exkursion durch.

Mittwoch, 29.03. –  Samstag, 29.07.2017, Botanikkurs*
An sieben Mittwochabenden wurden die leider etwas kleine Teilnehmerschar durch Jakob Schneller (ehem. Vorstandsmitglied) und Jonas Brännhage (aktuelles Vorstandsmitglied) in die Geheimnisse der Systematik und Pflanzenkunde eingeführt. An den darauffolgenden am Samstag stattfindenden Exkursionen konnte das Erlernte in der Natur in der Umgebung von Küsnacht vertieft werden. 

Samstag, 09.04.2017, Standaktion Graureiher*
Seit langer Zeit haben wieder einmal zwei Graureiherpaare am Schübelweiher ihr Brutgeschäft vollzogen. Um den vielen Spaziergängern die Graureiher buchstäblich näher zu bringen, machte der NVVK eine spontane Standaktion mit Feldstecher und Fernrohr.

 Dienstag, 09.05.2017, Der Natur auf der Spur
Der vom NaturNetz Pfannenstil (NNP) als „Schnitzeljagd“ konzipierte Weg führt von Informationstafel zu Infotafel. Um den nächsten Posten zu finden, werden neue Technologien eingesetzt, um auch die jüngere Bevölkerung anzusprechen. Dieses Projekt wurde grosszügig vom NVVK unterstützt.

 Dienstag, 20.06.2017, Vögel aus der Nachbarschaft
Im Rahmen der Aktionswoche – Küsnacht beschwingt die Tägerhalde – durfte der NVVK die Vogelwelt um das Alters- und Gesundheitszentrum Tägerhalde vorstellen.
Das Schwergewicht lag bei Graureiher, Teichrohrsänger, Gänsesäger und Wasseramsel.

Sonntag, 28.06.2017, Exkursion Bergflora*
Unsere Ehrenmitglied Jakob Schneller und Vorstandmitglied Jonas Brännhage führten eine kleine Gruppe von Interessierten bei traumhaftem Wetter mit blendender Weitsicht nach Feldis. Die verschiedenen Gebiete oberhalb von Feldis mit unterschiedlichen Bodenarten brachten eine seltene Vielfalt an Pflanzen hervor.  

 Samstag, 26.08.2017, Neuzuzüger-Empfang
Das neue Konzept der Gemeinde und die Erfahrung von früheren Anlässen haben uns bewogen, vorerst mit keinem Stand mehr vertreten zu sein.

 Samstag, 16.09.2017, Wald und Wild*
Die Kinder und Erwachsenen wurden im Heslibacher Tobel in die verschiedenen Facetten und Aufgaben des Waldes eingeführt. Die Wildexponate, die auch in die Hand genommen werden durften, rundeten die Exkursion ab.

 Samstag, 23.09.2017, Exkursion zum „Vogel des Jahres“
Die sehr kleine Gruppe konnte durch den
 Exkursionsleiter Dr. Philipp Schanz, der sich von 2010 bis 2015 an der Universität Zürich im Rahmen seiner Doktorarbeit mit der Wasseramsel beschäftigt hat, viel Aussergewöhnliches über den tauchenden Singvogel erfahren.

 Samstag, 30.09.2017, Internationaler Zugvogeltag*
Wie üblich haben wir in der Nähe des Forch-Denkmals unseren Stand aufgeschlagen. Mit Feldstecher und Fernrohr sowie gespitzten Ohren wurden unter anderem ein später Baumfalke und ein selten grosser Trupp Heidelerchen gesichtet.

 Samstag, 04.11.2017, Delegiertenversammlung und GV des ZVS / BirdLife Zürich in Männedorf
Verschiedene Projekte wurden vorgestellt und Erfolgsmeldungen von vergangenen Anlässen erwähnt. Die GV als solches fand am Nachmittag statt. Der Schwerpunkt der Versammlung war das Thema „Umweltdelikte – wie reagieren?“.

 Samstag, 04.11.2017, Aktionstag Naturnetz Pfannenstil
40 Personen, darunter leider keine Mitglieder des NVVK, fanden sich zu einem Pflegeeinsatz an einem der letzten schönen und warmen Herbsttage in Hombrechtikon zusammen. Es wurden 125 Hochstamm-Obstbäume, Strauch-gruppen und Kleinstrukturen gepflanzt sowie Ast- und Steinhaufen angelegt. Diese werden hoffentlich vielen Tieren Schutz- und  Nutzgelegenheiten bieten.

 Montag, 06.11.2017, Sitzung der Regionalgruppenleiter in Meilen
Michael Hartmann führt durch die Sitzung. Vertreter vom ZVS/BirdLife Zürich und vom Naturnetz Pfannenstil bringen uns auf den neusten Stand der vergangenen und anstehenden Projekte.

 Nistgelegenheiten:  Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauersegler
Die entsprechenden Nistplätze werden jährlich durch Klaus Kühnlein kontrolliert.
In unregelmässigen Abständen werden auch die Waldkauz- und Schleiereulenkästen sowie die Turmfalkenkästen kontrolliert.

 Fledermausschutz
In Küsnacht und in den Nachbargemeinden wurden die vorhandenen Fledermaus-quartiere kontrolliert (ca. 15 Quartiere). Die Zwergfledermaus kommt am häufigsten vor.

 Seevogelzählung, Vogelwarte Sempach
Die alljährliche Wasservogelzählung wurde im Januar und November im Abschnitt Erlenbach bis zum Küsnachter Horn durch Klaus Kühlein und vom Küsnachter Horn bis ins Tiefenbrunnen durch Eric Christen durchgeführt. Am meisten wurde die Lachmöwe gesichtet. Mit dem warmen Winter war mit einer Abnahme der Wintergäste gegenüber den Vorjahren zu rechnen.

 Vorstand des NVVK
Mit der Hilfe von früheren Vorstandmitgliedern und durch die Sichtung von unzähligen Protokollen wurden die Vorstandmitglieder seit der Gründung des Vereins in einer Liste zusammengefasst und aufgeführt. 
Der Vorstand trat dreimal am Abend zu mehrstündigen Sitzungen zusammen.
In diesem Zusammenhang danke ich meinen Vorstandmitgliedern herzlich für ihr Engagement für unseren Verein.

 Familienmitgliedschaften / Einzelmitgliedschaft
Wie an der GV angekündigt hat der Vorstand beschlossen, aus verschiedenen Gründen die Familienmitgliedschaften abzuschaffen. Gegen Ende 2017 haben wir einen Mitgliederbestand von 120  Einzelmitgliedern. 
Durch Austritte und Verscheiden verloren wir acht Mitglieder. Erfreulicherweise konnten wir dieses Jahr auch sieben Neueintritte verzeichnen.

 Kollekte
Die Kollekte an der GV (CHF 170.--)  wurde auf CHF 300.-- aufgerundet und dem neuen BirdLife-Zentrum am Klingnauer Stausee überwiesen.

 Spenden
Herzlichen Dank an alle Gönner und Spender.

Für den Vorstand des NVVK im Dezember 2017,       Dieter Koenig,  Präsident NVVK

                                                                                  

Internationaler Zugvogeltag auf der Forch (Samstag, 30. September 2017)

So früh wie dieses Jahr führten wir den Zugvogeltag noch nie durch: Am letzten Septembertag stellten wir nämlich am bewährten Platz auf der Forch beim Wehrmännerdenkmal unseren Stand auf, um möglichst viele Zugvögel zu registrieren als aber auch Interessierte zu informieren. 

Das Wetter war so gut wie lange nicht mehr: sonnig mit wenig Wind. Trotz der guten Thermik blieb die grosse Masse an erhofften Greifvögeln leider aus, dafür erfreute die Besucher und uns ein später Baumfalke, der mehrere Male über unserem Standort schön zu sehen war. Den absoluten Höhepunkt bildete ein Trupp von 26 Heidelerchen, die mit ihren wehmütig pfeifenden Rufen aus sich aufmerksam machten. Eine einzige ist in Küsnacht bereits eine tolle Entdeckung, gleich 26 waren deshalb nun wirklich unerwartet.

Unser Dank gilt wie jedes Jahr Benno und Marianne Lüthi, die uns ihren Garagenplatz zur Verstauung der Standutensilien netterweise zur Verfügung stellen.

 Unser Stand links mit dem Wehrmännerdenkmal rechts oben.

Unser Stand links mit dem Wehrmännerdenkmal rechts oben.

Wald und Wild (Samstag, 16. September 2017)

Ein Erlebnisbericht unserer Exkursion vom 16. September 2017, im Heslibachertobel unter dem Titel
Wald und Wild
von Jonathan Sippel, 21.09.2017; Küsnachter
 

"Im Heslibachertobel auf den Spuren der Wildtiere

Ein Drittel der Schweizer Landesfläche ist bedeckt von Wald – darum lud der Natur- und Vogelschutzverein Küsnacht ein, das Wild- und Waldleben im Heslibachertobel zu entdecken.
Auch Jäger, Jagdaufseher und Forstwarte sind im Natur- und Vogelschutzverein Küsnacht (NVVK) aktiv, und so lag der Fokus der Waldexkursion vom vergangenen Samstag darauf, wie Wildtiere und Wald zusammenleben. Dieses Miteinander hinterlässt Spuren vielerlei Art. Wie diese zu deuten sind, brachten Dieter Koenig und Simon Meier rund zwanzig Interessierten, ausgerüstet mit Trekkingschuhen und Feldstechern, näher.

Dachse im Mais
Entgegen den Hoffnungen der Teilnehmer gehen Wildtiere Menschen meist aktiv aus dem Weg, und so deutete meist nur ein sporadisches Rascheln im Wald auf ihre Anwesenheit hin. Meier und Koenig nutzten die Abwesenheit der Tiere, um detailliert auf die Spuren einzugehen, die diese im Wald hinterlassen: Sie wiesen zum Beispiel auf das krumme Wachsen von Bäumen hin, deren Knospen von Rehen gefressen wurden. Oder etwa die umgeknickten Stiele in Maisfeldern, welche die Geschichte eines nächtlichen Festmahls einer Dachsfamilie erzählen. Überall präsent waren die sogenannten «Wildwechsel», Trampelpfade im Dickicht, auf denen sich Rehe, Füchse und Dachse wieder und wieder durch das Tobel bewegen.

Der Wald ist nicht nur Lebensraum für eine grosse Menge an Wildtieren, sondern auch für den Menschen: Meier und Koenig wiesen auf die Schutz-, Nutz- und Wohlfahrtsfunktionen des Waldes hin. Ein intakter Wald amtet als Wasserspeicher, und so hätte ein lebendigeres Tobel sowohl die ins Dorf getragene Wassermenge als auch dessen Geschwindigkeit während der Küsnachter Überschwemmung 1778 bedeutend abmildern können. Weiter können Menschen die Holzressourcen nutzen und den Wald auch einfach als solches geniessen – wie es auch die Teilnehmer der Führung taten.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Biodiversität: Wiederholt wurde den Teilnehmern die Wichtigkeit eines variantenreichen Waldlebens gezeigt. So verhindert das Knospenfressen der Rehe ein Zuwachsen von Lichtungen und Wiesen, und die schmackhaften Brombeerblätter sorgen wiederum dafür, dass die Rehe nicht so viele Knospen fressen, dass es am Ende keine Bäume mehr gibt.

Mehr als nur Schiessen
In dieses gut eingerichtete und doch verwundbare System greift auch der Mensch ein: Er fällt von Zeit zu Zeit einen Baum und sammelt tote Äste auf einem grossen Haufen. Darin tummeln sich neben Mikroorganismen auch Pilze, Insekten, Schnecken und Mäuse, was wiederum Igel, Hermeline und Marder anlockt – so versucht der Mensch, die komplexe Nahrungskette zu unterstützen. Wichtig ist die menschliche Rolle auch im Kampf gegen Neophyten – fremde, nicht heimische Pflanzen –, welche das einheimische Pflanzenleben zu verdrängen drohen. Etwa finden sich am Wegrand immer wieder entfernte Sommerflieder, welche sich sonst ungebremst auszubreiten drohen. «Keinen Wald ohne Wildtiere und keine Wildtiere ohne Wald», damit umschreibt Meier das natürliche Zuspiel. Beispielsweise verbreiten Wildtiere Baumsamen und -früchte und durchwühlen den Boden – wichtige Beiträge zum Fortbestehen des Waldes. Doch auch bei den Wildtieren muss der Mensch gezielt eingreifen: Zu viele Wildtiere einer Art bedrohen das Gleichgewicht. Daher müssen die ehrenamtlich arbeitenden Jäger Populationen gezielt regulieren. Ihre Aufgabe beschränkt sich jedoch nicht aufs Schiessen: Jäger und Jagdaufseher rücken auch bei Autounfällen mit Wildbeteiligung aus, kümmern sich um verirrte Füchse im Dorfkern oder gar in Wohnhäusern und retten Rehkitze aus zu mähenden Wiesen. Im Moment, so ein anwesender Jäger, fürchten sie vor allem die Ankunft der Wildschweine in Küsnacht – diese kämen näher und näher und erforderten im Ernstfall weit mehr Aufmerksamkeit, als den Jägern lieb ist. Für sie bedeuten Wildschweine daher in erster Linie landwirtschaftliche Schäden und viele nächtliche Stunden auf dem Hochsitz.

Menschliche Spuren
Der Nachmittag im Tobel schärfte den Blick für das Leben, das sich unbeobachtet im Wald abspielt. Die deutlichsten Spuren hinterlassen jedoch die Menschen: Sie legen Kieswege an, bauen Brücken und Sitzbänke und fällen von Zeit zu Zeit einen Baum. Erfreulicherweise finden sich im Heslibachertobel kaum weitere Spuren von Menschen – die sonst nicht unüblichen Plastikflaschen und Sandwichverpackungen am Wegrand sind nicht zu sehen. Insgesamt boten das Tobel, die glücklichen Wetterbedingungen und das Rahmenprogramm des Natur- und Vogelschutzvereins einen lehrreichen Samstagnachmittag. Für diejenigen, die der einsetzenden Kälte bis zum Ende trotzten, zeigte sich zum Schluss sogar ein Reh am Waldrand – und nach diesem Nachmittag wussten auch alle Anwesenden, dass der weisse Fleck auf dessen Hinterteil «Spiegel» genannt wird."